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Dubaier Unternehmensgruppe ist auf dem Chancenkontinent Afrika aktiv

Aras Group von CEO Aschraf Mahmud intensiviert ihr Afrika-Geschäft

Dienstag, 26 November 2019 20:18 geschrieben von  Markus Boklet

Dubai – Afrika hat in Wirtschaftskreisen das Negativ-Image als Krisenkontinent weitgehend abgeschüttelt und wird von immer mehr Unternehmern als „Chancenkontinent“ gesehen. Das Begriffspaar „Chancenkontinent Afrika“ tauchte schon 2014 im Titel einer Studie des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zur „BDI-Strategie Subsahara-Afrika“ auf. Im Vorwort hieß es: „Afrika ist im Begriff sich zu wandeln. Es ist an der Zeit, Afrika verstärkt als vielversprechenden Wirtschaftspartner und Zukunftsmarkt statt als Empfänger von Entwicklungshilfe wahrzunehmen.“

Die Studienautoren wiesen darauf hin, dass das durchschnittliche Wirtschaftswachstum im früher krisengeschüttelten Subsahara-Afrika 2013 bei vier Prozent lag, während es weltweit nur drei Prozent betrug. Auch Afrikas mittelfristige Wachstumsaussichten wurden als gut bewertet: So prognostizierte die African Development Bank ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von fünf Prozent für 2014 und bis zu sechs Prozent für 2015. Für Ost- und Westafrika wurde mit über sechs Prozent das höchste Wachstum erwartet. Damit gehörten diese Regionen im Untersuchungszeitraum der Studie zu den am schnellsten wachsenden auf der ganzen Welt. Zu den zehn prosperierenden Ökonomien in Afrika zählten unter anderem Sierra Leone, der Tschad, Angola, Mosambik, Äthiopien und Ghana. Die positive Wirtschaftsentwicklung wird von einer stetig wachsenden afrikanischen Mittelschicht getragen, deren Pro-Kopf-Einkommen zwar nicht mit dem der Europäer vergleichbar ist, aber dennoch einen immer stärkeren Kaufkraftfaktor darstellt.

Deshalb überrascht es nicht, dass vom Wachstumsmarkt Afrika auch viele Unternehmen in Dubai profitieren wollen. Die Stadt im gleichnamigen Emirat hat sich als Handels- und Finanzdrehkreuz zwischen Asien, Europa und Afrika fest etabliert. Der Präsident der Dubaier Handelskammer, Hamad Buamim, betont: „Dubai wollte schon immer eine Stadt sein, die eine führende Wirtschaftsrolle spielt. Wenn man sich die Welt ansieht, gibt es New York, Paris, London, und dann gibt es eine Lücke bis zu Singapur und Hongkong, und genau in dieser Lücke liegt Dubai: eine strategische Lage, inmitten eines ziemlich interessanten Teils der Welt, der wächst.“

Buamim hat dabei nicht nur die sogenannte MENA-Region im Blick, die die Länder zwischen Marokko und dem Iran mit 420 Millionen Menschen und einem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von fast 2,8 Billionen Euro umfasst. „MENA“ bezeichnet die nordafrikanischen Staaten sowie den Nahen und Mittleren Osten (Middle East & North Africa). Diesem heterogenen Wirtschaftsraum gehören Problemstaaten wie Libyen und Syrien, Tourismusländer wie Tunesien und Ägypten sowie finanzstarke Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Als Handels- und Finanzpartner wird aber auch Schwarzafrika immer interessanter.

Ein Unternehmen aus Dubai, das die Wachstumspotenziale Afrikas für sich entdeckt hat, ist die Aras Group DWC LLC. Mit ihren Tochtergesellschaften Aras Logistic and Distribution Ltd., Aras Trading and Services Ltd., Aras Consulting and Advisory Ltd., Aras Properties Ltd. und Aras Investment and Participation Ltd. deckt die Firmengruppe die Bereiche Warenhandel, Logistik, Immobilien, Projektfinanzierungen und Risikokapital-Vergabe ab. Ibrahim Saadi erklärt die Regeln bei der Risikokapital-Bereitstellung so: „Der Kunde schließt den Finanzierungsvertrag mit der Aras Group und nicht etwa mit dem jeweils aktiven Refinanzierer. Mit ihren internationalen Partnern kann die Aras Group den Kunden attraktive Rahmenbedingungen sowie Konditionen bieten. Dabei kann das Unternehmen auf umfassende Erfahrungen in den Bereichen Investment, Handel mit Waren, Unternehmensberatung, Beteiligungen sowie im Immobiliengeschäft verweisen. So hat die Aras Group in der Vergangenheit bereits diversen Kunden das Erschließen internationaler Geschäftszweige ermöglicht.“ Das Darlehensvolumen liegt dem Vernehmen nach im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich.

Die Aras Gruppe unter ihrem sehr diskret agierenden Geschäftsführer Aschraf Mahmud stützt sich auch bei ihren Projektfinanzierungen in Afrika auf ein leistungsstarkes Refinanzierungsnetzwerk und teilt mit: „Wir haben Zugang zu verschiedenen Kreditgebern in verschiedenen Kreditmärkten, sodass wir die wettbewerbsfähigsten Lösungen für jedes Geschäft finden können. Unser Netzwerk von Finanzierern umfasst Banken, Investmentfonds, Partner und mehrere Regierungsstellen. Wir haben Subventionen erhalten, um unterschiedliche Projekte zu finanzieren und Start-ups zu fördern. Im Laufe der Zeit haben wir in zahlreiche internationale Projekte investiert, die heute Erfolgsgeschichten sind.“

Der Unternehmensverbund beteiligt sich am Kapital von Unternehmen vorzugsweise durch Special Purpose Vehicles (SPV). Diese Untergesellschaften, an denen Aras die Mehrheit der Anteile hält, sind nach Form und Zweck mit einer Objektgesellschaft vergleichbar und dienen beim Erwerb, der Errichtung sowie der Finanzierung von Immobilien und Ähnlichem als Beteiligungsgeber. Die deutsche Bezeichnung für SPV ist „Zweckgesellschaft“. Selbstbewusst erklärt man, „schnörkellose Anlagedienstleistungen“ anzubieten und dabei „unkompliziert und transparent“ wie ein Angel-Investor oder stiller Partner vorzugehen. Wenn ein Unternehmen nach sorgfältiger Prüfung durch die Aras-Manager Potenzial zeige, werde man in das Geschäft auch investieren. Weil man seine Versprechen im Interesse der Kunden einhalte, hätten sich auch „einige der weltweit renommiertesten Unternehmen, Institutionen, Hedgefonds, Regierungen und Vermögensverwalter für die Zusammenarbeit mit der Aras Group“ entschieden, heißt es aus Dubai.

Chief Executive Officer Aschraf Mahmud wird bei der Führung der weltweit agierenden Unternehmensgruppe von Hassan Nazar und Maria Zain unterstützt. Zentrale Aufgaben übernehmen zudem Frank Kahn, Ibrahim Saadi, Samira Zadeh und Akash Kumar. Key-Account-Manager Frank Kahn hat sich als gewiefter Projektfinanzierer und Start-up-Unterstützer in Europa einen guten Namen gemacht. Ibrahim Saadi ist im Audit Department tätig, Samira Zadeh fungiert als Relationship Manager und Akash Kumar als Marketing Coordinator. Zu konkreten Projekten und Expansionsplänen in Afrika will man sich auch auf Nachfrage nicht äußern. Diskretion gehört in der Branche eben zum guten Ton.

Letzte Änderung am Dienstag, 26 November 2019 20:30
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Redaktion