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Münchner Investmentgesellschaft verwaltet Vermögenssumme von 7,7 Milliarden Euro

Deutsche Finance: Thomas Oliver Müller und Dr. Sven Neubauer werben für institutionelle Club-Deals in den USA

Dienstag, 23 Februar 2021 22:45 geschrieben von 
Thomas Oliver Müller führt die Deutsche Finance Group zu weiteren Investitionen in den USA Thomas Oliver Müller führt die Deutsche Finance Group zu weiteren Investitionen in den USA

München – Im Geschäftsjahr 2020 konnte die Deutsche Finance Group insgesamt 1,242 Milliarden Euro an Eigenkapital platzieren, wovon 1,1 Milliarden Euro auf den institutionellen Geschäfts- und 141,6 Millionen Euro auf den Privatkundenbereich entfielen. Die Assets under Management konnten bis Ende letzten Jahres auf über 7,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Der von Thomas Oliver Müller gegründete Finanzkonzern ermöglicht es Privatanlegern, gemeinsam mit finanzstarken institutionellen Akteuren in den lukrativen Geschäftsfeldern Private Equity Real Estate, Immobilien und Infrastruktur zu investieren. Wachstumstreiber der Münchner Investmentgesellschaft mit Dependancen in London, Denver, Luxemburg, Zürich und Madrid sind vor allem institutionelle Club-Deals für Privatanleger. Dabei handelt es sich um Co-Investments mehrerer Unternehmen der Finanz- oder Immobiliensparte, die das Risiko auch im Interesse der Privatanleger auf mehrere Schultern verteilen. Mit Club-Deals können die beteiligten Geldgeber die Laufzeit von einzelnen Investments sehr gut steuern und durch wechselseitige Entscheidungsbeteiligung und Ergebniskontrolle ein höheres Maß an Sicherheit erzielen. Bei Zielfonds ist eine solche Feinsteuerung, die schnell auf Marktgegebenheiten reagiert, seltener möglich.

Im Dezember 2019 gab die Deutsche Finance Group bekannt, dass sie innerhalb von drei Wochen ihren ersten institutionellen Club-Deal für Privatanleger mit einem Eigenkapitalvolumen von 40 Millionen US-Dollar abschließen konnte. Bei dem exklusiven Investment geht es um ein US-amerikanisches Labor- und Bürogebäude mit einer Brutto-Nutzfläche von 36.200 Quadratmetern, 250 Tiefgaragen-Stellplätzen und 4.000 Quadratmetern Grundfläche. Der Gebäudekomplex befindet sich in Somerville im Bundesstaat Massachusetts inmitten der Biotech-Hochburg Boston. Der Deal mit einer Laufzeit von drei Jahren und einer prognostizierten Anleger-Kapitalrückzahlung von 140 Prozent war nach dem Vertriebsstart innerhalb von nur vier Tagen mit über 96 Millionen US-Dollar reserviert. „Mit dem ersten institutionellen Club-Deal für Privatanleger starten wir ein neues Produktsegment. Wir freuen uns über diesen Platzierungserfolg und bedanken uns bei unseren Anlegern und Vertriebspartnern“, sagte damals Theodor Randelshofer von der Deutsche Finance Solution GmbH.

Das derzeit attraktivste Anlageobjekt der Deutsche Finance Group ist der Prime-Office-Tower „Big Red“, eine der bekanntesten Immobilien Chicagos. Im August 2020 erwarben die Münchner Club-Deal-Experten die Top-Immobilie im Geschäftszentrum von Chicago, die mit ihren 45 Stockwerken über eine Mietfläche von rund 112.000 Quadratmetern verfügt und fast vollständig vermietet ist. Das „Big Red“-Investment besticht durch einen stabilen Cashflow, der auf langfristigen Mietverträgen mit bonitätsstarken Mietern beruht. Die Renditeerwartungen stützen sich nicht nur auf den grundsoliden Cashflow, sondern auch auf zwei unabhängige Gutachten, die der Büroimmobilie einen Wert deutlich über ihrem Ankaufspreis bescheinigen und noch weitere Wertsteigerungsmöglichkeiten aufzeigen. Laut der Anlagestrategie für den Club-Deal „Big Red“ beteiligen sich die Co-Investoren an dem Objekt, um hohe Mieterträge zu erzielen, die für laufende Ausschüttungen an die Fondsanleger verwendet werden. Zum Laufzeitende soll die Immobilie veräußert und der prognostizierte Veräußerungsgewinn – nach Abzug der anfallenden Kosten und Steuern – an die Anleger ausgeschüttet werden. Der alternative Investmentfonds „Deutsche Finance Investment Fund 16 – Club-Deal Chicago“ scheint so gut anzukommen, dass die geplante Eigenkapitalgrenze von 50 Millionen US-Dollar schon erreicht wurde. Wegen des großen Anlegerinteresses hat die Deutsche Finance eine weitere private Eigenkapitaltranche an dem Club-Deal reserviert und die Platzierungszeit bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Angesichts der innenpolitischen Verwerfungen und der Corona-bedingten Wirtschaftskrise fragen sich potenzielle Investoren, ob man weiterhin mit einem renditeträchtigen US-Immobilienmarkt rechnen kann. Dr. Sven Neubauer, neben Thomas Oliver Müller Executive Partner und Vorstand der Deutsche Finance Group, bejaht das absolut: „Die USA verfügen als größte und dynamischste Volkswirtschaft der Welt über einen der bedeutendsten, transparentesten und professionellsten Immobilienmärkte und darüber hinaus über eine ausgesprochen eigentümerfreundliche Gesetzgebung. Für uns als internationale Investoren ist das von großer Bedeutung. Laut Schätzung soll die Bevölkerung in den USA bis Ende 2060 um 75 auf rund 405 Millionen Menschen wachsen. Daher sind die Prognosen für den Immobilienmarkt in den USA aus demografischer Sicht langfristig sehr positiv. Darüber hinaus erzielten US-Investments in der Vergangenheit im Vergleich zu Europa erheblich höhere Renditen.“ Diese Aussage gilt selbst nach Abzug der Kosten für die Währungsabsicherung. Die Währungskosten sind zuletzt aufgrund der Zinssenkungen der US-Zentralbank sowieso stark zurückgegangen. Kostete es Euro-Anleger 2018 noch rund 3,5 Prozent, sich gegen den Wechselkurs des Dollar abzusichern, sind es inzwischen weniger als ein Prozent. Das hat unmittelbar positive Effekte auf die Höhe der Rendite und dürfte die Nachfrage nach US-Immobilien weiter befeuern.

Bei der Vielzahl der amerikanischen Immobiliensegmente fällt es Außenstehenden oft schwer, sich ein Bild von den erfolgversprechendsten Teilmärkten zu machen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie neue Immobilienarten herauskristallisieren, die zukünftig im Fokus institutioneller Investoren stehen dürften. „Dazu zählen sogenannte Lab-Offices, also Labor- und Verwaltungsflächen, die aufgrund der weltweit steigenden Forschungsaktivitäten für Impfstoffe und Arzneimittel besonders stark nachgefragt werden“, analysiert Thomas Oliver Müller. Schon 2019 habe die Deutsche Finance Group mit der Entwicklung institutioneller Club-Deals in der Wissensmetropole Boston begonnen und frühzeitig auf den sich abzeichnenden Trend gesetzt, so der Gründer der bankenunabhängigen Investmentgruppe.

Als international tätiger Anlage-Profi kann Müller nicht verstehen, dass viele deutsche Immobilieninvestoren immer noch so stark auf heimische Objekte setzen. „Bei einigen deutschen institutionellen Investoren ist der sogenannte Home Bias bei Immobilien-Portfolios immer noch ausgeprägt“, erklärt er den Unterschied zu Aktien- und Anleihen-Portfolios, die inzwischen bei vielen Investoren diversifiziert sind. „Einerseits gibt es bei Immobilien für den Home Bias durchaus nachvollziehbare Gründe wie lokale Marktkenntnisse, Nähe zum Objekt und ein bekanntes rechtliches Umfeld bei Investitionsstrukturen“, räumt er ein. „Andererseits gehen aufgrund der derzeitigen Marktlage – Niedrigzinsumfeld und Zielrendite – institutionelle Anleger bei ihren Immobilieninvestitionen neue Wege und richten ihr Portfolio international aus.“ Das sei auch gut so, denn „Rendite entsteht nicht immer vor der Haustür“. Diese Grunderkenntnis wird maßgeblich zum Markterfolg der Deutsche Finance Group beitragen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 24 Februar 2021 01:52
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