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Herman Tange verstärkt Management-Team der Exporo AG

Exporo-Vorstand Björn Maronde empfiehlt angesichts der Zinsflaute digitale Immobilieninvestments

Montag, 23 November 2020 22:45 geschrieben von  Marc Schmidt
Marketing-Profi Dr. Björn Maronde ist Vorstandsmitglied der Exporo AG Marketing-Profi Dr. Björn Maronde ist Vorstandsmitglied der Exporo AG Quelle: Exporo AG

Hamburg – Auf der Immobilienplattform der Hamburger Exporo AG können sich Anleger digital an der Finanzierung von Immobilien beteiligen und von selten gewordenen Zinserträgen profitieren. Das war in der Vergangenheit meist institutionellen Investoren und wohlhabenden Privatanlegern vorbehalten. 2014 gründeten Simon Brunke, Björn Maronde, Julian Oertzen und Tim Bütecke den Crowdinvesting-Marktplatz Exporo, um das zu ändern und Projektentwickler und Anleger zum beiderseitigen Vorteil zusammenzuführen. Die einen suchen schließlich nach Finanzierungsalternativen zum Bankkredit und die anderen nach Anlagealternativen zum nullverzinsten Sparbuch.

Das norddeutsche FinTech will den Zugang zum professionellen Immobilienmarkt für noch mehr Anleger öffnen und damit erklärtermaßen auch demokratisieren. Mehr als 200 Exporo-Mitarbeiter ermöglichen es Privatpersonen, mit geringen Geldbeträgen Anteile an renditestarken Immobilienprojekten zu erwerben und sich ohne Einstiegshürden ein individuelles Immobilienportfolio aufzubauen. Angesichts der chronischen Zinsflaute wächst die Attraktivität dieser Anlagen schon seit Jahren, wie Dr. Björn Maronde, Exporo-Vorstand für Vertrieb, Marketing und IT, betont. Bevor die Immobilienprojekte aber auf der Plattform beworben werden, müssen sie sich einer gewissenhaften Prüfung hinsichtlich ihrer Seriosität und Ertragssicherheit unterziehen. Von den wöchentlich bis zu 25 Finanzierungsanfragen bekommen nur ein bis zwei Projekte grünes Licht und werden den Investoren angeboten. Maronde nennt als Ziel, „den Immobilienmarkt langfristig vollständig zu liberalisieren, um jedem die Möglichkeit zu geben, schon mit geringem Einsatz digitaler Immobilienbesitzer zu werden und von Immobilienrenditen zu profitieren“. Der Manager mit Jura-Studium und einem MBA erläutert: „Durch kleine Anlagebeträge sind Anleger in der Lage, ihr Immobilieninvestment breit über viele Projekte zu streuen. Jeder entscheidet selbst, für welche Immobilien er Geld bereitstellt. Privatanleger wissen so genau, welches Projekt sie finanzieren.“

Wählen können die Anleger zwischen zwei unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Produktkategorien: Mit „Exporo Finanzierung“ investieren sie kurzfristig und fest verzinst in lohnende Immobilienprojekte. Dazu gehört die Sanierung von Gewerbeobjekten und die Errichtung von neuen Wohngebäuden. Hier kann der Investor bei einer Laufzeit von höchstens 36 Monaten mit einem Mindestbetrag von 500 Euro einsteigen und mit einer endfälligen Jahresverzinsung von vier bis sechs Prozent rechnen. Bei „Exporo Bestand“ beteiligen sich die Anleger an geprüften Bestandsimmobilien und erhalten quartalsweise Ausschüttungen aus den Mietüberschüssen. Außerdem verdienen sie unmittelbar an den Wertsteigerungen der Objekte. Wer sich an einer solchen Bestandsimmobilie beteiligt, wird zum digitalen Miteigentümer, ohne sich aber selbst um deren Vermietung und Instandhaltung kümmern zu müssen. Bei einer Jahresrendite von drei bis sechs Prozent lag die Mindestsumme bis dato bei 1.000 Euro. Die Exporo AG hat ihrem Ruf als Innovationstreiber alle Ehre gemacht und die Blockchain-Technologie in den Dienst der Immobilienfinanzierung gestellt. Seit einigen Monaten ist dank dieser Technologie, die für die Erzeugung von Kryptowährungen unerlässlich ist, eine Beteiligung an Bestandsimmobilien schon ab einem Euro möglich. Die Blockchain senkt bei Online-Immobilieninvestments die Transaktionskosten, erhöht die Transaktionsgeschwindigkeit und garantiert mehr Liquidität durch sehr flexible Handelbarkeit.

Mit ihrem Bestandsimmobilien-Portfolio bietet Exporo Kleinanlegern den Einstieg in eine lukrative Assetklasse, ohne dass sich die Mikroinvestoren extra Fachwissen anlesen müssen. Der Hamburger Finanzdienstleister bringt ja die nötige Expertise und Markterfahrung mit. „Nicht zu Unrecht werden Immobilien auch als ‚Betongold‘ bezeichnet. Wer in Immobilien investiert, sichert sich gleich mehrere Vorteile: regelmäßiges Einkommen durch Mieteinnahmen, langfristige Wertsteigerung der Objekte sowie einen eingebauten Inflationsschutz“, argumentiert Björn Maronde. „Wer eigene Immobilien erwerben und bewirtschaften möchte, braucht hierfür nicht nur viel Eigenkapital und ausreichend Geduld, um in der aktuellen Marktsituation ein gutes Geschäft zu machen, sondern auch Erfahrung in der Immobilienbewirtschaftung und -verwaltung.“ Hier kommen die Fachleute von Exporo ins Spiel, die im letzten Jahr noch wertvolle Verstärkung bekommen haben.

Im Oktober 2019 konnte Maronde bekannt geben, dass sein Immobilienportal den Konkurrenten Zinsland übernimmt und damit seine Marktführerschaft bei digitalen Immobilieninvestments noch ausbaut. Auf seiner Facebook-Seite schrieb der Marketing-Vorstand: „Das Closing ist geschafft und wir sind sehr stolz, heute die großartige Neuigkeit zu verkünden: Exporo und Zinsland schließen sich zusammen und werden gemeinsam den Markt für Immobilieninvestments revolutionieren. Mit dem Team von Zinsland gewinnen wir starken Zuwachs mit wertvoller Immobilien-und Finanzierungs-Expertise.“ Vorstandschef Simon Brunke erklärte: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir den Deal perfekt machen konnten.“ Und Zinsland-Gründer Carl von Stechow ergänzte: „Der Zusammenschluss ist für beide Seiten der logische nächste Schritt.“ Im ersten Halbjahr 2019 kam Exporo bei den finanzierten Projekten auf einen Marktanteil von gut 68 Prozent und Zinsland auf knapp 14 Prozent. Branchenkenner werteten die Fusion deshalb als großen Konsolidierungsschritt im Immobilien-Crowdinvesting.Exporo werde dadurch mittelfristig erhebliche Einsparungen durch bessere Konditionen an die Anleger und Emittenten weitergeben und den Marktvorsprung noch ausbauen können, hieß es.

Vor zwei Wochen machte der Immobilienfinanzierer erneut deutlich, dass er sein Kompetenzprofil weiter schärfen will. Um das Wachstum in den Geschäftsfeldern Finanzierung, Bestand und Handelsplattform zu forcieren, verstärkt fortan Herman Tange das Management-Team und soll als Co-CEO in den Vorstand berufen werden, sobald die formellen Anforderungen dafür erfüllt sind. „Für Exporo ist Herman Tange ein echter Gewinn. Wir alle freuen uns sehr, mit ihm eine sehr erfahrene und versierte Persönlichkeit im Exporo-Führungsteam zu haben. Die neue Leadership-Struktur wird Exporo zusätzliche Kraft und Dynamik verleihen, unsere Wachstumsagenda konsequent umzusetzen“, ist Gründer und CEO Simon Brunke überzeugt. Tange verfügt über langjährige Managementerfahrung in verschiedenen leitenden Funktionen der niederländischen ING Bank. Unmittelbar vor seinem Wechsel zu Exporo arbeitete er in der ING-Zentrale in Amsterdam als Managing Director für Business Banking. Dort verantwortete er das Geschäftskundensegment in den Niederlanden mit den Schwerpunkten Marketing, Vertrieb, Customer Experience Management, E-Commerce, IT und Innovation. Herman Tange geht hochmotiviert an seine neue Aufgabe, „denn Exporo hat mit seinen Angeboten für Kunden in den letzten Jahren viel erreicht und ist Vorreiter in der Digitalisierung von Immobilien-Investments. Vor allem möchte ich meine internationale Erfahrung einbringen und Exporo gemeinsam mit dem Führungsteam erfolgreich weiterentwickeln.“

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