Kairo - Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi gab bekannt, keine eigene Partei gründen zu wollen, um eine „Spaltung und Polarisierung in der gegenwärtigen kritischen Zeit“ zu vermeiden, wie der Sprecher des Präsidentenamtes in der ägyptischen Presse zitiert wurde. 
Angesichts der für das Frühjahr anberaumten Wahlen traf sich der Präsident am Montag und Dienstag mit Vertretern verschiedener Parteien, um das politische Leben in Ägypten zu besprechen, wie eine präsidiale Erklärung vom Dienstag verlauten ließ. 
„Der Präsident bekräftigte erneut sein Interesse daran, daß der Staat und seine Institutionen in den kommenden Parlamentswahlen keine spezielle Allianz oder Parteienliste unterstützen würde“, so die Erklärung.

Berlin - Einem Bericht der Cairo Post zufolge hat Ägypten Katar förmlich um die Einfrierung der Konten des als extremistsch geltenden sunnitischen Rechtsgelehrten und Fernsehpredigers Yusuf Abdallah al-Qaradawi gebeten. Ägypten hatte unter seinem neuen Präsidenten al-Sisi eigens ein Komitee zur Unterbindung der Finanzierung der Muslimbruderschaft eingerichtet. Dessen Generalsekretär Mohammed Abul Fotuh ließ verlauten, al-Qaradawi besitze ein Vermögen von mehreren Milliarden auf katarischen Banken liegenden ägyptischen Pfund, welches aus unter dem Vorwand karitativer Zwecke zusammengesammelten Spenden bestehen soll.

Die ägyptische Regierung hat bereits die Vermögen von hunderten karitativer Einrichtungen, welche der Finanzierung der Muslimbruderschaft gedient haben sollen, beschlagnahmen lassen.

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