Wemding – Unter betrieblicher Altersversorgung (bAV) versteht man die Zusage von Arbeitgebern, ihren Beschäftigten verschiedene Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung zukommen zu lassen. Die bAV ist neben der privaten Altersvorsorge eine wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Rentenversicherung, die zukünftig immer weniger zur Sicherung des gewohnten Lebensstandards im Alter beitragen wird. Wer die Gefahr von Altersarmut bannen will, muss sein Augenmerk auf die private und betriebliche Zusatzversorgung legen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt dazu fest: „Die zentrale Rechtsgrundlage der bAV ist das Betriebsrentengesetz (BetrAVG). Es regelt die Zusagearten, die Formen der Finanzierung sowie die Durchführungswege der bAV. Für die unterschiedlichen Durchführungswege gelten zum Teil unterschiedliche Aufsichtsregelungen. Die Ansprüche der Arbeitnehmer aus der bAV sind – in Abhängigkeit von der Zusage des Arbeitgebers und dem Durchführungsweg – durch ein mehrstufiges Sicherungssystem geschützt.“

Wemding – Die Tageszeitung „Die Welt“ schrieb jüngst: „Viele deutsche Erfindungen gelten im Ausland als vorbildlich, etwa das duale System der Berufsausbildung. Doch dass das deutsche System der Altersvorsorge international als Vorbild dienen könnte, glaubt heute (fast) niemand mehr.“ Das gesetzliche Rentensystem habe zwar zwei Weltkriege überstanden, doch das Vertrauen der Deutschen in die staatliche Alterssicherung schwinde rasant. Der Artikel bezieht sich auf einen großen Report, in dem die Deutsche Bank mit Unterstützung des Meinungsforschungsinstituts Ipsos die Einstellungen der Bundesbürger zur Altersvorsorge untersucht hat. Von Oktober bis November 2019 befragte das Geldinstitut mehr als 4.000 Menschen im Erwerbsalter nach ihren Erwartungen zur Auskömmlichkeit der gesetzlichen Rente.