Berlin - Drei Berliner Abgeordnete, namentlich Thomas Birk (Grüne), Fabio Reinhardt (Piraten) und Hakan Tas (Linke) haben es mit einem Titel namens „Sie suchen nach dem Morgen“ von Null auf Hundert in den Olymp der zeitgenössischen experimentellen Musik geschafft. 
Dahinter stehen allerdings Profis: der Produzent Donato Plögert und der Komponist Christian Bruhns, aus dessen Feder auch „Marmor, Stein und Eisen bricht“ stammt. Stilistisch handelt es sich um eine synthesizerbasierte Operettenparodie mit melodramatischen New Age-Elementen, welche sehr plötzlich und für selbst für avantgardistisch orientierte Musikhörer ungewohnt im Refrain in einen bewußt verfremdeten Schunkelschlager umschlägt.
Die dazugehörige Dichtkunst, stilsicher verfaßt von Plögert, nutzt dadaistische und surreale Elemente und karikiert in einer an Frei.Wild oder die Böhsen Onkelz erinnernden Weise gleichzeitig die Trivialität gegenwärtiger Poptexte: