Belgrad - David Petraeus, Jahrgang 1952, war seit 2002 als US-Offizier im Zusammenhang mit dem Irakkrieg und der folgenden Besetzung des Landes an führender Stelle tätig gewesen, von Oktober 2008 bis Juni 2010 war er Oberbefehlshaber des den US-Streitkräften im Irak und in Afghanistan übergeordneten US Central Command, anschließend bis Juli 2011 Kommandeur der US Forces Afghanistan und der International Security Assistance Force (ISAF). Er galt als führender Kopf des Konzeptes der US-Streitkräfte für die Aufstandsbekämpfung (Petraeus-Doktrin).
Bekannt ist er zudem als ehemaliger Direktor der Central Intelligence Agency, diesen Posten hatte er von Sommer 2011 bis November 2012 inne, bis er im Rahmen der sogenannten Petraeus-Affäre wegen eines außerehelichen Verhältnisses mit seiner Biographin Paula Broadwell zurücktreten mußte.

 

Berlin - Wir erinnern uns an die Worte des damaligen Bundesaußenministers Joseph Fischer (Grüne), mit welchen er im April 1999 die Bombardierung Serbiens durch die NATO rechtfertigte, vorgeblich, um einen Genozid der Serben an den Kosovo-Albanern zu verhindern. „Wir haben immer gesagt: ‚Nie wieder Krieg!‘ Aber wir haben auch immer gesagt: ‚Nie wieder Auschwitz!‘“ Nie zuvor war ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg so herrlich schäbig und verlogen begründet worden. Ins selbe Horn stieß der Wehrdienstverweigerer und spätere Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD), als er vermutlich seine Erinnerungen an Pasolinis „Die 120 Tage von Sodom“ mit realen Geschehnissen vermengte: „Auf dem Balkan geht es ja nicht um Öl oder um Rohstoffe. Was wir jetzt tun, geschieht wegen einer mit äußerster Brutalität vorgenommenen Verletzung von Menschen- und Lebensrechten. […] Schwangeren Frauen wurden nach ihrer Ermordung die Bäuche aufgeschlitzt und die Föten gegrillt.“ Ein Treppenwitz der Geschichte: das erste Mal hatte sich die Bundesrepublik Deutschland an einem Angriffskrieg beteiligt - unter Führung einer Regierung linker Ex-Pazifisten. Wenigstens Gerhard Schröder, damals Bundeskanzler, gestand Jahre später offen die Rechtswidrigkeit dieses Krieges. Konsequenzen? Fehlanzeige.
Aber: der oder das Kosovo war „befreit“. Formal blieb es Teil der Bundesrepublik Jugoslawien (bzw. ab 2003 der Republik Serbien), stand jedoch unter Verwaltungshoheit der Vereinten Nationen. Zurückgedrängt wurden seit dieser Zeit nicht die Albaner, sondern die ursprünglich ansässigen Serben. 2008 erklärte also diese Republik Kosovo ihre Unabhängigkeit, welche seither von 109 der 193 UNO-Mitgliedsstaaten anerkannt wurde.

Berlin - Anfang dieses Monats sah sich die Hisbollah veranlaßt, die Entdeckung von Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad in ihren Reihen bekanntzugeben. Der stellvertretende Generalsekretär der schiitischen Miliz, Scheich Naim Kassem, bestätigte den Kampf mit Spionen in den eigenen Reihen auf dem offiziellen Hisbollah-Radiosender, ohne jedoch auf Details einzugehen.
Dabei ist das Problem für die Hisbollah durchaus gravierend, denn die „Maulwürfe“ haben es bis ins Allerheiligste der Organisation geschafft, in den Sicherheitsdienst, wie im Dezember letzten Jahres bereits die Jerusalem Post ans Licht brachte. Sie konnte sogar den Namen eines der fünf Verhafteten nennen: Mohammed Shawraba war der Kopf der sogenannten Sicherheitsdienstabteilung 910 der Hisbollah, welche für auswärtige Operationen zuständig ist. Zuvor soll er sogar der direkt für die Sicherheit des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah zuständigen Abteilung angehört haben.

Redaktion