Bagdad - Der schiitischen Regierung des Irak dürfte kaum entgangen sein, daß die USA sie zwar einmal nützlich fanden, als es darum ging, nach dem Sturz Saddam Husseins ein gewisses Maß an Reststaatlichkeit zu bewahren, sich jedoch die geopolitischen Prämissen in den letzten Jahren deutlich verschoben haben. Nach dem Sturz der laizistischen arabischen Nationalisten Saddam Hussein und Muammar Ghaddafi stehen neben dem Syrien Bashar al-Assads vor allem die schiitischen Kräfte der beabsichtigten Neuordnung des Nahen Ostens im Weg, auch wenn sie vorher ihre Rolle an der Seite der USA gespielt haben.

Redaktion