Berlin - Ein trüber Januartag in Berlin-Mitte. Am U-Bahnhof Schwartzkopffstraße steige ich aus, um mir endlich einmal um die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) anzuschauen. Der deutsche Auslandsgeheimdienst hatte ursprünglich seinen Hauptstandort in Pullach im Isartal (Bayern), seit 2003 gibt es eine Zweigstelle in Berlin-Lichterfelde. Ein Beschluß der Bundesregierung, die beiden Standorte bis 2011 in einer neuen Zentrale in Berlin zusammenzufassen, wurde auf Drängen der CSU unter Edmund Stoiber 2006 abgeschwächt, ein Teil der Mitarbeiter soll nun in Bayern verbleiben; im selben Jahr wurde aber mit dem Neubau in Berlin-Mitte begonnen, auf dem Areal des ehemaligen Stadions der Weltjugend. Eine fristgerechte Fertigstellung gab es nicht, 2016 wird derzeit als realistisch betrachtet. Allerdings ist seit vorigem Jahr ein Teil der Büros bezogen, später sollen hier einmal 4000 Mitarbeiter untergebracht sein.