Donnerstag, 09 April 2015 23:45

Nähern Thailand und Russland sich an?

in Politik

Moskau - Nach seinem mit einer Vielzahl von Abkommen in den Bereichen Energieversorgung, Industrieaufbau, militärischer Zusammenarbeit und vor allem dem Beschluß des Verzichts auf den US-Dollar und der Verwendung von Rubel und Dong im bilateralen Handel sehr erfolgreichen Besuch in Vietnam reiste Russlands Premierminister Dmitri Medwedew nach Thailand weiter, wo er am Mittwoch seinen Thai-Amtskollegen General Prayuth Chan-ocha traf.

Moskau - Vietnam befindet sich zusehends im Zentrum eines geopolitischen Tauziehens zwischen den USA, Russland und China. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks hatte Russland sich viele Jahre zurückgehalten, während die USA alles andere als untätig geblieben waren. China hingegen hatte sich, trotz hervorragender Wirtschaftsbeziehungen, durch seine Halsstarrigkeit im Konflikt um die Spratley-Inseln bei den Vietnamesen wenig beliebt gemacht, auch dies hatten die USA für sich nutzen können.

Freitag, 03 April 2015 13:43

Die Wiedergeburt der Seidenstraße

in Politik

Berlin - Im Mai werden sich die Staatsoberhäupter von China und Russland in Moskau treffen, um eine Verbindung des von Russland ausgehenden Integrationsprojektes der „Eurasischen Wirtschaftsunion“ mit dem ambitionierten Vorhaben Chinas einer zeitgemäßen Neuauflage der Seidenstraße als Verkehrsweg zwischen Europa und Asien zu diskutieren.

Berlin - Südossetien hatte zuerst im November 1989 aufgrund der repressiven Politik gegenüber ethnischen Minderheiten in der Georgischen Sowjetrepublik versucht, sich als „Südossetische Autonome Sowjetrepublik“ von Georgien zu trennen, ein militärischer Konflikt zwischen (ethnisch den Iranern nahestehenden, aber weitgehend christlich-orthodoxen) Osseten und georgischen Truppen wurde durch Truppen des sowjetischen Innenministeriums begrenzt. Im September 1990, im Kontext des Zusammenbruchs der Sowjetunion, erklärte sich die Kaukasusregion als Demokratische Sowjetrepublik Südossetien erneut für unabhängig, worauf georgische Milizen in das Gebiet einmarschierten. Rußland seinerseits entsandte Truppen, es kam zur Flucht von 100.000 Osseten aus Südossetien und Georgien nach Rußland, während etwa 20.000 Georgier ihrerseits nach Georgien flohen. Im September 1991 erfolgte die erneute Umbenennung in „Republik Südossetien“. In einem Referendum vom Januar 1992 sprachen sich 90% der Teilnehmer für die Unabhängigkeit von Georgien und den Anschluß an das zu Rußland gehörende Nordossetien aus.

Moskau - Nach reiflicher Überlegung hat sich Russlands Premier Wladimir Putin anscheinend entschieden, weder tot, noch gerade Vater, noch gestürzt worden zu sein. Dies geht unter anderem aus der Tatsache hervor, daß er am Montag in seiner Eigenschaft als russischer Premier den kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew treffen konnte. Vermutlich, ohne dabei tot zu sein. Die Begegnung fand im Konstantinowski-Palast in Strelna, nicht weit von St. Petersburg statt.

Donnerstag, 12 März 2015 19:49

Der Vater der Transsibirischen Eisenbahn

Berlin - Vor 100 Jahren, am 13. März 1915, starb der deutsch-russische Unternehmer und Staatsmann Sergei Juljewitsch Witte. 
Geboren wurde er im Juni 1849 in Tiflis, heute die Hauptstadt Georgiens. Sein Vater Julius Witte war Baltendeutscher und gehörte zur deutschbaltischen Ritterschaft von Pleskau (heute Pskow) im Nordwesten Rußlands; um Sergeis spätere Mutter, eine Tochter der Prinzessin Helene Dolgoruki, heiraten zu können, war er vom Luthertum zur Orthodoxie konvertiert. Helena Blavatsky, die Gründerin der okkulten Theosophischen Gesellschaft, war eine Cousine Sergei Wittes.

Sonntag, 08 März 2015 17:26

Der Mordfall Boris Nemzow

in Medien

Berlin - In der Nacht vom 27. zum 28. Februar war der liberale russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow auf offener Straße erschossen worden. Die transatlantische Presse war sich sofort weitgehend einig, daß der Kreml hinter der Tat stecken müsse. Der Nutzen einer solchen Tat für Putin erschließt sich indes wenig; warum sollte der russische Präsident, gerade zu einer Zeit, in welcher er sich auf einem Umfragehoch von 85% Zustimmung im russischen Volk befindet, einen Politiker aus dem Weg räumen lassen, dessen Partei bei den letzten Wahlen gerade mal 2% erreicht hatte? Aus Kiew hieß es, Nemzow habe Beweise für die Anwesenheit russischer Truppen in der Ukraine vorlegen wollen. Wenig glaubhaft, angesichts dessen, daß Petro Poroschenko, der sicher seine Informanten überall in der Ukraine hat, bislang daran gescheitert war.

Dienstag, 03 März 2015 20:35

Zwei Becks gegen Putins Russland

in Politik

Berlin - Ist der Plural von „Beck“ „Becks“ oder „Becken"? Wir werden uns dem Problem mal von außen nähern. Da gibt es verschiedene prominente Gestalten: den amerikanischen Folk-Sänger Beck und den britischen Bluesrocker Jeff Beck. Aber um Musik geht es hier gar nicht, das läßt sich vorab bereits feststellen.

Berlin - Vom 11. bis 12. Februar hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande, Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in der weißrussischen Hauptstadt Minsk getroffen und nach insgesamt 17 Stunden Verhandlungen ein Waffenstillstandsabkommen zustande gebracht, welches seit dem 15. Februar um 0 Uhr in Kraft ist. Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland als Länder, welche einerseits politisch und militärisch transatlantisch eingebunden sind, andererseits wichtige wirtschaftliche Beziehungen zu Rußland unterhalten, dürften sich als Vermittler angeboten haben.

 

Kairo - Am Sonnabend haben sich in Kairo Vertreter der westlich gestützten syrischen Opposition getroffen und in einer Pressekonferenz eine politische Lösung der Syrienkrise gefordert. Dazu gehöre die Anerkennung des Beschlusses der Ersten Genfer Syrienkonferenz vom Juni 2012 über die Bildung einer Übergangsregierung, an welcher sie auch zu beteiligen seien.

 

Seite 2 von 2

Redaktion