Samstag, 12 September 2015 00:12

200 wahabitische Moscheen für Deutschland?

in Politik

Riad - Die reichen Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Oman, Kuweit und die Vereinigten Arabischen Emirate weigern sich, Flüchtlinge aus dem kriegsgebeutelten Syrien aufzunehmen. Begründet wird dies unter anderem damit, daß diese „eine andere Kultur“ hätten. Stattdessen hat Saudi-Arabien jetzt den Bau von 200 Moscheen für die Neuankömmlinge in Deutschland angeboten.
Dazu gibt es ein Sammelsurium mehr oder weniger verbundener Stränge und Gesichtspunkte. Angefangen werden könnte damit, daß Saudi-Arabien neben den USA, Israel und der Türkei Hauptverantwortlicher für das Sterben in Syrien ist, indem es wahabitische Fanatiker aus aller Welt bewaffnet und gegen die syrische Armee in den Krieg schickt.

Damaskus - In einer Selbstbeschreibung stellt sich die „Allianz für Frieden und Freiheit“ (englisch: Alliance for Peace and Freedom, APF) wie folgt dar: „Unsere globalistischen Feinde arbeiten zusammen, also ist es zwingend, daß wir das gleiche tun! Jeder ernsthafte Nationalist weiß dies seit Jahren, darum sind wir glücklich, euch Neuigkeiten über einen wirklichen Fortschritt beim Aufbau eines starken Blocks radikaler Nationalisten aus ganz Europa bringen zu können.“

Dienstag, 26 Mai 2015 13:35

Rückeroberung Palmyras anvisiert

in Politik

Damaskus - Am Mittwoch, dem 20.5., hatte der „Islamische Staat des Irak und der Levante“ (ISIL) die durch ihre altrömischen Ruinen berühmte Stadt Palmyra (arabisch „Tadmur“) in der syrischen Provinz Homs eingenommen. Nach Angaben des syrischen Staatsfernsehens soll die Gruppe seither etwa 400 Zivilisten, darunter mehrheitlich Frauen und Kinder, getötet haben, zudem sollen zahllose Zivilisten zu unbekannten Zielen verschleppt worden sein. Anderen Darstellungen, etwa dem Syrien feindlichen, in Katar ansässigen Sender Al Jazeera zufolge, soll es sich bei den Toten hauptsächlich um Angehörige der syrischen Armee und staatstreuer Milizen handeln.

Caracas - Der wechselseitige Sanktionskrieg zwischen den USA und Venezuela geht in die nächste Runde. Die venezolanische Regierung hat mehrere US-Politiker, darunter George W. Bush und Dick Cheney, zu personae non gratae erklärt und ihnen die Einreiseerlaubnis entzogen, nachdem die USA ihrerseits gegen mehrere venezolanische Politiker ein Einreiseverbot verhängt hatte.
In einer Rede vor tausenden seiner Anhänger am Sonnabend, dem 28.  Februar, bezeichnete Präsident Nicolas Maduro die genannten Politiker als „Terroristen gegen die Völker der Welt“. „Ich habe mich zu einer Verbotsliste entschieden für Leute, denen keine Visa erteilt werden, und die niemals nach Venezuela einreisen können, für eine Reihe wichtiger US-Politiker, welche Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Sie haben das Volk des Irak bombardiert, das Volk Syriens, das Volk Vietnams... es ist eine anti-Terroristen-Liste“, so der Präsident.

Berlin - Scheich William Henry Abdullah Quilliam (1856-1932) war ein britischer Anwalt und Autor, der 1887 zum Islam konvertierte und seinerzeit die erste Moschee Großbritanniens in Liverpool errichtete. Auf ihn bezieht sich die Quilliam Foundation, welche 2008 in London von Aussteigern aus der radikalislamistischen Szene gegründet wurde. Sie versteht sich als anti-islamistische Denkfabrik; interessant ist insbesondere der Ansatz, die Ideologien des Islamismus und Dschihadismus aus den heiligen Schriften des Islam selbst heraus als theologisch nicht gerechtfertigte Abweichungen zu diskreditieren und diese Gedanken auch unter Muslimen weltweit zu verbreiten.

Kairo - Am Sonnabend haben sich in Kairo Vertreter der westlich gestützten syrischen Opposition getroffen und in einer Pressekonferenz eine politische Lösung der Syrienkrise gefordert. Dazu gehöre die Anerkennung des Beschlusses der Ersten Genfer Syrienkonferenz vom Juni 2012 über die Bildung einer Übergangsregierung, an welcher sie auch zu beteiligen seien.

 

Berlin - König Abdullah von Saudi Arabien ist tot. Ich gehe zur Bar und gönne mir einen Johnnie Walker Black Label, denn dieser hervorragende 12jährige Blended Scotch war nicht nur das Lieblingsgetränk von Winston Churchill, sondern, wie Christopher Hitchens einst süffisant bemerkte, auch von einem Großteil der saudischen Königsfamilie. König Abdullah eingeschlossen, wie ich meine, einmal gelesen zu haben. Da fühle ich mich doch mit ihm als Teil einer Elite, denn für den Durchschnittsbürger führt in Saudi-Arabien der Alkoholkonsum zu öffentlichem Auspeitschen.

Berlin - Einem renommierten israelischen Blatt ist es nicht entgangen. In erfreulicher Klarheit berichtete bereits im Dezember 2014 die als liberal, säkular und oft regierungskritisch geltende Zeitung Haaretz über einen mittlerweile von UN-Beobachtern selbst offengelegten handfesten Skandal. Für Leser alternativer Medien und Kenner geopolitischer Zusammenhänge ist dies freilich nichts Neues, doch das Auftauchen unbequemer Fakten in eher dem Mainstream zugehörigen Medien verdient immer Beachtung.
In den letzten 18 Monaten haben UN-Beobachter auf den Golanhöhen Beweise für eine regelmäßige und umfangreiche Zusammenarbeit zwischen israelischen Streitkräften und im Kampf gegen die Regierung Assads stehenden islamischen Extremisten gesammelt und diese nun den 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates vorgelegt.

 

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Redaktion